Herzlich Willkommen bei Don Demidoff Nachrichten!
Pater Don Demidoff ist wieder auf Reisen
Er hat sein irdisches Dasein aufgegeben am 27. Juni 2011 morgens, wohl zwischen 4 und 5 Uhr. Er ist nun unterwegs eine Versprechung zu erfüllen, die er bereits auf der hinteren Umschlagseite seines Buches "Der Dornenpriester" formuliert hat:
„Wenn es soweit ist, wird alles gut sein. Ich werde den Kindern den Weg markieren. Ich werde Kakaopulver in die Milchstraße streuen und den Mond in Bonbonpapier einwickeln. Die Sterne werde ich ….“
So wie wir ihn kennen wird er notfalls Klage einreichen um von seiner neuen Umgebung die Erlaubnis dazu zu bekommen, sollte man sie ihm verweigern. Pater Don hatte keine Angst. Er wird Erfolg haben und sein Versprechen erfüllen!
Pater Don hat sich entschlossen sein Werk denen zu überlassen, die sich berufen fühlen es weiter zu führen. Er hat es immer wiederholt, dass man die Steine aufheben muss, die einem in den Weg gelegt werden, die Aufgaben annehmen, die Gott für einen bereit hält. Seine Aufgabe hat er als erfüllt angesehen und uns die Verantwortung überlassen seine Mission fortzuführen. Das ist eine große ehrenvolle, aber auch schwere Verantwortung.
Pater Don hat Hunderte Menschen gerettet, er war überzeugter katholischer Priester der strengen alten Liturgie, aber auch ein offener und der einzige praktizierende ökumenische Priester in Rumänien.
Unzählige Kinder verdanken ihm eine Ausbildung und eine Lebensperspektive und womöglich Tausenden Menschen hat er mit seiner menschlichen und persönlichen Art und Weise den Tag erhellt und das Leben, zumindest zeitweise, erleichtert oder sogar gerettet.
Pater Don Demidoff hatte, wie alle Menschen, die viel Gutes tun, auch Gegner. Das waren zumeist Menschen, die ihn weder persönlich noch näher kannten, Menschen, die in ihrem eigenen traurigen Leben nicht in der Lage waren und sind Gutes zu tun, etwas zu tun für die Gemeinschaft Christi und für das Leben der Menschen. Diese armen Seelen werden sicher auch nicht verstehen, was wir verloren haben und warum wir aufgerufen sind, unseren Worten auch Taten folgen zu lassen.
Pater Don hinterlässt 12 Angestellte, die jetzt der gemeinsamen Verantwortung der Unterstützer und ihren eigenen Kräften ausgesetzt sind und die unsere Hilfe benötigen für einen neuen Anfang. Er hinterlässt viele Menschen, die ihm nahe standen. Wie eigene Kinder. Menschen, die sich nun alleine fühlen, ganz so wie sie alleine waren, als Pater Don sie aufgenommen hatte in dem Zuhause, welches er und seine Unterstützer in über 20 Jahren aufgebaut haben.
Pater Don hinterlässt eine große Anzahl Menschen, die ihn nicht nur vermissen als warmherzige, manchmal harte, aber wegweisende Person. Er hinterlässt viele Unterstützer, Spender, Freunde und er hinterlässt ein Stück von sich selbst, das er tief in unsere Seelen gepflanzt hat.
Er hinterlässt auch zwei Waisenkinder, die letzten Kinder, die ihm verblieben sind, Alin und Alexandru, die er beide adoptieren wollte und dafür die Wege schon eingeleitet waren. Alin und Alexandru sind nun abhängig von dem, was Sie entscheiden und was wir zusammen bereit sind zu tun für einen Neuanfang in ein neues Leben.
Da ist auch Sabin, sein treuer Fahrer, das geduldige Mädchen für alles, Sabin der treue Knappe, der immer bei Pater Don war und ihn überall hin begleitet hat, auch wenn es die Windmühlen der rumänischen Bürokratie waren, die Pater Don unermüdlich bekämpft hat. Sabin, der sicher ein Buch schreiben könnte über seine Erlebnisse, und Sabin, der die meiste Zeit bei ihm war. Auch er und seine Frau brauchen die Unterstützung von uns allen.
Minodora war von Anfang an dabei. Minodora hat nicht nur die Buchhaltung der Organisationen verwaltet, sondern war auch wie eine Mutter für die Kinder und Menschen da, wenn Pater Don schwere gesundheitliche Probleme hatte und seine Kräfte für den Erhalt seines eigenen noch unerfüllten Lebens benötigte.
Pater Don ist noch unter uns. In Gedanken und mit den Dingen, mit denen er uns verändert hat. Er hat mehr für andere Menschen getan, er hat mehr Gutes getan als alle seine Kritiker zusammen. Es spielt keine Rolle, ob er auch manchmal im Unrecht war. Die Bilanz ist positiv. Wir wissen das und halten ihn so in Erinnerung.
Gott hat ihn zu sich geholt. Er gab ihm wie zur Belohnung einen Tod, den viele von uns sich wünschen. Wir alle haben Angst vor dem Ende. Pater Don hatte keine Angst vor dem Tod. Im Gegenteil. Aber er hat mir in einer schwachen Stunde gestanden, dass er Angst hatte vor dem Sterben. Wir gehen davon aus, dass er einen schnellen Tod hatte, in seinem Bett, vielleicht sogar im Schlaf. Wir möchten auch so gerufen werden. Gott hat ihm diese Gnade erwiesen, wie zur Belohnung für sein Wirken hat er ihm auch die einzige Angst genommen, die er hatte.
Das weist darauf hin, dass Gott Pater Don auch weiterhin braucht. Das Lächeln auf den Lippen des toten Pater Don mag jeder interpretieren wie er möchte. Ich interpretiere es als Dankbarkeit für die Gnade der leichten Erlösung und Vorfreude darauf, dass er nun endlich sein letztes Versprechen für die Kinder von Cincu erfüllen kann.
„… in ewig brennende Wunderkerzen verwandeln, und die Vitamine aus dem Spinat endlich in die Eiscreme zaubern. Eine Fee von der Venus wird süßes Konfetti auf Cincu streuen und ich werde auf meine Kinder im Himmel warten.“
Pater Don Demidoff sagte auch:
Mein ganzes Leben in Rumänien gehört den verlassenen Kindern, Strafgefangenen, und den Zigeunern. Andere zu beschenken ist eine ungeheure Erfahrung, weil es glücklich macht, sich selbst zu verlieren. Deshalb verliere ich mich aus Egoismus. I c h will glücklich sein.
Pater Don hat sein Leben gegeben für Euch, er war glücklich mit Euch und er ist es auch jetzt. Der Tod kommt nie zur rechten Zeit. Pater Don hat die letzten Tage mit Freunden aus Deutschland verbracht. Ein anderer Freund war vor ein paar Tagen bei ihm. Er war nicht allein. Er lässt Euch nicht allein. Wir sind nicht allein. Es gibt jemanden, der mit uns ist in aller Zeit. Jesus Christus, der für uns gestorben ist am Kreuz.
Ihr seid aufgerufen dieses Werk weiter zu führen und Pater Dons Wirken fortzusetzen. Seid Euch der Verantwortung bewusst und Eurer Schuld gegenüber ihm und gegenüber Gottes Sohn, Jesus Christus, die Euch die Gnade erweisen Teil zu sein des Werkes Gottes auf Erden. Tragt das Werk weiter, macht es zu Eurem Werk. Bleibt Teil eines Ganzen oder werdet Teil davon.
Walter Born, Bistrita
Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Basilika am Donnerstag, dem 30. Juni 2011, um 13.00 Uhr findet die Beisetzung auf dem Friedhof von Iacobeni statt.
dondemidoff@depeschedondemidoff.com
Predigt für die Beerdigung von Pater Don Demidoff in dieser Stunde:
Liebe trauernde Anwesende!
Es war ein kalter Januarabend um die Mitte der 90-er Jahre,als in der evangelischen Obervorstädter Kirche in Kronstadt eine große Gottedienstgemeinde zu einem Gebetsgottesdienst der Ökumenischen Gebetswoche versammelt war. Unter uns im Pfarrgestühl saß Pater Don Demidoff. Sein Gesicht zeigte Besorgnis. Eigentlich wollte er nicht allein erscheinen, sondern wußte, daß ein Bus mit etwa 30 Kindern aus seiner Casa Don Bosco unterwegs nach Kronstadt war, aber sich stark verspätet hatte. Voller Sorge war sein Blick immer wieder auf das Kirchenportal gerichtet, dass sich schließlich auftat. Eine Schar sauber gekleideter Kinder betrat still den Raum und nahm auf den vorderen Bänken der Kirche Platz. Das Gesicht von Pater Don begann zu strahlen und er lehnte sich beruhigt im Gestühl zurück.
Anschließend an den Gottesdienst, in dem Pater Don Demidoff zu uns gesprochen hatte, versammelten wir uns im Gemeindesaal der Honterusgemeinde um reichlich gefüllte Brötchenplatten und dampfende Teekannen. Diesmal verspätete Pater Don etwas und ich bemerkte die sorgenvollen Blicke der Kinder, die auf die Tür gerichtet waren. Als die behäbige Gestalt des Paters im Türrahmen erschien, war die Sorge der Kinder wie weggewischt und sie strahlten wieder. Nachdem er das Tischgebet gesprochen hatte, langten sie freudig zu, aber ordentlich und taktvoll. Keiner von uns wollte glauben, dass diese Kinder noch vor kurzer Zeit in Kanalschächten, auf Straßen und Bahnhöfen oder in Häusern gelebt hatten, wo sie mißbraucht und mißhandelt worden waren, daß sie der Grobheit, der Mißachtung und Mißhandlung, der Gleichgültigkeit, Verachtung und dem Hunger, dem Liebesentzug preisgegeben waren. Diese Kinder strahlten Freude und Wohlerzogenheit aus, die uns völlig sprachlos ließ. Auch der Pater war wie verwandelt, jetzt, inmitten „seiner“ Kinder.
Das war meine erste Begegnung mit Pater Don Demidoff, die mir unvergessen bleibt. Und dieser Eindruck ist geblieben trotz aller negativen Berichte, die ich in den langen Jahren seither zu Gesicht bekommen habe und die mich oft angeekelt haben.
Als vor einigen Jahren ein recht giftiger Artikel über Pater Don seitens einer Kirchenleitung in Deutschland (ich nenne sie bewußt nicht) veröffentlicht wurde, in dem er des Betrugs bezichtigt wurde, wurde ein alter Freund, der ebenfalls eine Starßenkinderarbeit in Rumänien begonnen hatte, bei jener Kirchenleitung vorstellig und verlangte Einsicht in die Beweise für diese Vorwürfe. Man konnte ihm aber keinerlei Beweise vorlegen außer einiger fragwürdiger Veröffentlichungen.Daraufhin bat dieser Freund darum, wenn schon das Veröffentlichte nicht dementiert würde, so zumindest die Kampagne einzustellen. Seither sind seitens dieser Kirchenleitung keine weiteren Äusserungen mehr veröffentlicht worden, die Pater Don und seine Arbeit verunglimpften. Ob Pater Don von dieser Intervention jemals erfahren hatte, weiß ich nicht.
Liebe Trauergemeinde!
Dort wo der Heilige Geist im Tun eines Menschen am Werke ist, tritt auch der Widersacher, der Teufel auf den Plan und eirft all seine (begrenzte) Macht in die Waagschale, um das gute Werk zu hindern oder zu zerstören. Das wissen und damit rechnen alle, die in der Reich-Gottes-Arbeit stehen. Und viele von Euch könnten jetzt darüber Zeugnis ablegen.
Pater Don Demidoff steht nun vor seinem himmlischen Herrn und Richter. Er ist nun den Anfechtungen und Hindernissen, die sich seiner Arbeit hier in den letzten zwei Jahrzehnten in den Weg gestellt haben, enthoben. Ihm, der unermüdlich im Kampf gestanden hat, mit einer Energie, die nur von jener übertroffen wurde, mit der er sich seinen Kindern und Strafgefangenen zugewandt hat, ihm hat sein Erlöser nun das Schwert des Kampfes aus der Hand genommen und hat ihn im Frieden der Nacht sanft einschlafen lassen. Wie wird er gestaunt haben, plötzlich nicht mehr seinen Schutzbefohlenen gegenüber zu stehen, sondern seinem Herrn Jesus Christus!
Das Auf und Ab dieses bewegten Lebens nachzuzeichnen, will nicht die Aufgabe dieser Predigt sein. Die ihr ihm besonders nahegestanden habt, die Euch Jahre gemeinsamen Arbeitens und Ringens mit ihm verbunden haben, wißt darüber besser Bescheid, als ich es wissen kann. Und wer ihn nicht gekannt hat, dem brauche ich mein mangelhaftes Wissen darüber nicht mitzuteilen.
Pater Don war ein Mensch, der in inniger Beziehung zu seinem Herrgott gestanden hat, dessen Leben vom Gebet getragen war, und davon zeugt dieses Gotteshaus, in dem er viele Stunden zugebracht hat.
Seine besondere Liebe hat denen gegolten, die auf der Schattenseite des Lebens standen, die von den Brosamen der Reichen gelebt haben, die niemand hatten, der für sie Liebe empfand, aber in Pater Don jemanden fanden, der an sie bedingungslos jene Liebe weitergab, die er selber von seinem Herrn empfing.
Wer so vielen Widerständen zu trotzen wußte wie Pater Don, kann keine andere Kraftquelle gehabt haben, als die, die unser Herr Jesus Christus schenkt: Einen starken Glauben! Dieses Fundament seines Lebens gab ihm auch die Standhaftigkeit des Kämpfers, der in der Lage war, bei Siegen nicht übermütig und stolz zu werden und auch Niederlagen mit Gelassenheit hinzunehmen. Wenn ihm dabei trotzdem manchmal sein Temperament durchging, so sei ihm das liebevoll nachgesehen.Was er aber an vielen Menschen an Gutem gewirkt hat, die er oft nachhaltig geprägt hat, darf ihm zur Ehre gereichen. In einer Stunde wie dieser gilt das Wort aus 1. Samuel 16,7: Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.
Wir können nur von dem erzählen, was unsere Augen wahrgenommen haben von dem, wer Pater Don war und was er den Menschen um ihn herum bedeutet hat – in sein Herz aber konnte nur Gott hineinsehen und das ist bei Gott bestens aufgehoben. Und dort wo er geirrt hat, wo er Fehler gemacht hat, Fehlentscheidungen getroffen hat oder auch im Umgang mit anderen vielleicht manchmal sich im Ton vergriffen hat, wußte er sich unter den Schutz des Blutes Jesu Christi gestellt. Und dieses Wissen, ja diese Gewißheit, dürfen auch wir für ihn, der von uns gegangen ist, sowie auch für uns selber in Anspruch nehmen.
Im Gleichnis vom großen Weltgericht, wie es uns das Matthäusevangelium überliefert, sagt Jesus zu den Erlösten:
Ich bin hungrig gewesen und ihr habt mich gespeist.
Ich bin durstig gewesen und ihr habt mich getränkt.
Ich bin ein Gast gewesen und ihr habt mich beherbergt.
Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich bekleidet.
Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht.
Ich bin gefangen gewesen und ihr seid zu mir gekommen. (...)
Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
Das war der Dienst von Pater Don Demidoff, so wie ich ihn gekannt habe, und dieses Bild haben wohl viele von Euch vor Augen, wenn Ihr an ihn denkt.
Vielen von Euch, die Ihr heute um ihn trauert, haben aus seiner Hand Brot und Trank, Kleidung und Herberge, Trost und Beistand empfangen und sind ihm von Herzen dankbar. Viele von Euch haben in seinen Häusern zum ersten Mal in ihrem Leben in einem sauberen, warmen Bett geschlafen und zum ersten Mal ein Zuhause gehabt. Er tat das alles, weil er einen starken Ruf dazu erhalten hatte. Mit einem etwas altmodischen Wort nennt man das „Berufung“. Das ist mehr als ein Beruf! Berufung dieser Art empfängt man, wenn man auf dem festen Fundament des Glaubens steht. Darum habt ihr nicht nur diese Dinge wie: Brot und Trank, Arbeit und Erziehung, Obdach und Kleidung empfangen. Diese hat Pater Don an Euch weitergeleitet, weil er sie von Menschen empfangen hat, die ihm vertraut haben, die seine Berufung erkannt und geachtet haben, die sein Engagement geschätzt haben und mit ihm mitgearbeitet haben, trotz aller Schlammschlachten, die er und sie mit ihm zu ertragen hatten.
Aber Pater Don hat Euch, seinen Schutzbefohlenen darüber hinaus geistliche Nahrung gegeben, Anteil gegeben an seinem tiefen und unerschütterlichen Glauben an Jesus Christus. Wie viele von den Kindern, die er liebevoll aufgenommen hat, haben von ihm zum ersten Mal gelernt, die Hände zu falten zum Gebet zu dem Geber aller guten Gaben! Wie viele von Euch haben von ihm zum ersten Mal die wunderbaren Geschichten von der Liebe Gottes in seinem Sohn Jesus Christus gehört!
Aber für viele sind diese Geschichten zum greifbaren Erlebnis geworden, weil er Euch seinen Glauben vorgelebt hat, um seine Schutzbefohlenen gerungen und für sie gekämft hat, ja – sich einmal, wenn ich mich recht erinnere – sogar hat inhaftieren lassen!
Vielleicht war er manchmal auch streng und fordernd. Aber war es nicht so, daß er niemals gefordert hat, was er nicht selber zu geben bereit war?
Pater Don Demidoff ist vorgestern Nacht sanft hinüber gegangen. Er hinterläßt ein großes Erbe! Ich meine nicht Geld und Gut. Ich meine Werte, die man nicht buchhalterisch verzeichnen kann. Aber dieses Erbe ist in Gottes Herz geschrieben. Da bleibt nichts vergessen, was geschehen ist. Und Ihr alle, die Ihr seine Schutzbefohlenen wart, seid seine Erben.
Ein deutscher Dichter sagte einmal:
Was du ererbt von deinen Vätern hast,
erwirb es, um es zu besitzen!
Und der Schreiber des Hebräerbriefes fasst das in die Worte:
Gedenket an Eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben: Ihr Ende schauet an und folget ihrem Glauben nach. Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.
Euer Leben geht weiter. Heute nehmt ihr Abschied von diesem Eurem Lehrer, der für viele von Euch ein Vater war. Bei ihm habt ihr vielfach zum ersten Mal erfahren, was es heißt einen Vater zu haben, da viele von Euch ihren Vater gar nicht gekannt haben, oder mit Traurigkeit an Väter denken müßt, die für Euch diesen Namen nicht verdient haben und ihm keine Ehre gemacht haben. Euer Vater Don ist nun nicht mehr bei Euch. Er ist heimgeeilt zu seinem himmlischen Vater und Herrn. Da ist er bestens aufgehoben. Das Erbe, das er Euch hinterlassen hat, ist das Beispiel das er euch gab, Menschen zu sein, die einander achten gelernt haben. Vielen von euch hat erst er beigebracht Euch selber zu achten. Denkt daran auf Euren weiteren Wegen! Bewahrt Eurem Pater Don ein liebevolles Gedenken! Und wo er Euch vielleicht einmal wehgetan hat oder Euch enttäuscht hat, da deckt es zu mit der Vergebung, die der himmlische Vater Euch auch schenkt.
Denkt daran: Es ist keine Schande zu fallen. Es ist aber eine Schande liegen zu bleiben und nicht aufstehen zu wollen!
Eure Wege führen hinaus in eine Welt, die Euch gegenüber voreingenommen sein wird, Euch mit Misstrauen begegnet. Denkt an Pater Don, wie er sich diesem Problem gestellt hat und gekämpft hat, selber von Schwachheit und Krankheit gezeichnet, wie er gekämft hat und sich auch durch Niederlagen nicht hat irre machen lassen.
Folgt seinem Beispiel nach! Schöpft aus der unerschöpflichen Quelle, aus der er geschöpft hat, und die er euch gezeigt hat: Jesus Christus Gestern, heute und in Ewigkeit.
Sein Werk ist nun verweist. Und uns allen gilt als Mahnung das Ende des Gleichnisses aus dem Matthäusevangelium: Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.
Lernen wir alle von dem heimgegangenen Bruder nicht wegzuschauen, wenn Gott uns eine Aufgabe vor die Füße legt, sondern und bücken und sie aufheben, sie in Angriff nehmen mit dem Glauben, der uns oft in den Augen anderer Menschen für verrückt gelten läßt, mit dem Glauben allein an den Herrn, der unsrer Schwachheit aufhilft und der schwachen Menschen große Kräfte zu verleihen vermag, so dass sie Berge versetzen können, so daß sie sich auch über Berge des Misstrauens, der Anfechtung, der Verleumdung und der Bosheit, der Unwahrheit und der Besudelung der eigenen Ehre hinwegsetzen können, weil sie sich in der Nachfolge Christi wissen und daher auf der Seite des Siegers von Golgatha!
Amen.
Hans Dieter Krauss, evangelischer Stadtpfarrer von Bistritz im Auftrag der Evangelischen Kirche Rumänien, am 30.06.2011 gehalten in Jakobsdorf während des ökumenischen Gottesdienstes zum Tode Pater Don Demidoff´s
Nachrichten Deutsch
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Father Don Demidoff is on a journey again
He left his earthly existence behind on June 27, 2011, probably between 4 and 5 o’clock in the morning. He now is on his way to fulfill the promise he has given on the back cover of his book “The Priest of Thorns”:
“When time has come everything will be alright. I will blaze the path for the children. I will sprinkle the Milky Way with cacao powder and wrap up the moon in candy paper. I will change the stars…”
As we know him, he will take legal action, if necessary, in order to get permission from his new environment in case they refuse it. Father Don was not afraid. He will be successful and fulfill his promise!
Father Don decided to leave his work to those who feel destined to carry on with it. Again and again he said that one has to pick up the stones blocking one’s way, to accept the tasks God gives you. His own task he considered to be done and he has left the responsibility for the continuation of his mission to us. That is a big honorable, but also heavy responsibility.
Father Don has saved the lives of thousands of people; he was a convinced Catholic priest of the strict old Tridentine liturgy, but also an open one and the only priest practicing ecumenism in Romania.
Countless children owe him their education and perspective of life and due to his human and personal nature he most probably has lightened up the days of thousands of people and, at least temporarily, eased or even saved their lives.
Like all people doing good deeds Father Don Demidoff had many enemies as well. These were mainly people who knew him neither well nor even personally, people who in their own sad lives are not able to do anything good for the community of Jesus Christ or for the lives of humans. These poor souls of course will not understand what we have lost and why we are called upon to suit the action to the word.
Father Don Demidoff leaves 12 employees who are now subjected to the common responsibility of the supporters and their own energy and who need our help for a new beginning. He leaves behind many people who were close to him. Just like children of his own. People who feel alone now, just like they were before Father Don took them in the home he and his supporters have built during the past 20 years.
Father Don leaves behind a great many people who will not only miss him as a warmhearted, sometimes hard, but path-breaking man. He leaves behind many supporters, donators, friends and he leaves behind a part of himself which he has planted deeply into our souls.
He also leaves behind two orphans, the last children who remained with him. Alin and Alexandru whom he wanted to adopt and the procedure of which had already been initiated. Alin and Alexandru now depend on what you decide and what all of us are prepared to do for their new start into a new life.
There is also Sabin, his faithful driver, the patient handyman, Sabin the stalwart who always was with Father Don and who accompanied him wherever he went, even to the windmills of the Romanian bureaucracy Father Don tilted at indefatigably. Sabin who surely could write a book about his experiences and Sabin who was with him most of the time. He and his wife need our support, too.
Minodora was with him from the beginning. She was not only responsible for the bookkeeping of the foundation but she was also like a mother for the children and all others, when Father Don was ill and needed his energy for the maintenance of his own still unfulfilled life.
Father Don is still among us. In our thoughts and by the deeds he changed us with. He has done more for others; he has done more good than all his detractors together. It does not matter, whether he was wrong sometimes. The balance is positive. We know and we will remember him like this.
God has sent for him. As a reward he granted him a death many of us wish for ourselves. We all are afraid of the end. Father Don was not scared of death. On the contrary. But in a weak moment he confessed to me that he was scared of dying. We believe he died quickly, in his bed, maybe even while sleeping. We would like to be sent for like this, too. God has granted him this mercy; as in reward of his action, he took the only fear from him he ever had.
This indicates that God still needs Father Don. Everybody may read the smile on the lips of the dead Father as one likes. I read it as gratitude for the mercy of an easy salvation and the pleasant anticipation of fulfillment of his last promise for the children of Cincu.
“…into sparklers burning forever, and put the vitamins from the spinach into the ice cream at last. A fairy from the Venus will sprinkle sweet confetti on Cincu and I will wait for my children in heaven.”
Father Don Demidoff also said:
My whole life in Romania is dedicated to the abandoned children, the prisoners and the gypsies. It is a prodigious experience to give presents to others, because it makes you happy to lose yourself. Therefore I lose myself because of selfishness. I want to be happy.
Father Don has given his life for you. He was happy with you and he still is. Death never comes at the proper time. The last days Father Don spent with friends from Germany. Another friend had visited him unexpectedly the week before. He was not alone and he does not leave you alone. We are not alone. There is somebody who is with us at all times. Jesus Christ who died for us on the cross.
You are called upon to continue this work and Father Don’s action. Be aware of your responsibility and obligation towards him and towards God’s son, Jesus Christ, who grant you the mercy to be part of God’s work on earth. Continue the work, make it your work. Remain part of a whole or become part of it.
Walter Born, Bistrita
After an ecumenical service in the basilica on Thursday, June 30, 2011, at 1 o’clock p. m. the burial will take place on the cemetery of Iacobeni.
dondemidoff@depeschedondemidoff.com
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Easter is the future of men. At that time he once again becomes the human being planned.August EverdingHappy Easter and Thank you very much for your wonderful constancy.Yours faithfully,Father Don Please make some minutes for...[mehr]
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Vivat! The basilica in Iacobeni of the 14th century and social center Casa Don Bosco We send our sincerest greetings for a happy New Year to all our friends and readers of the newsletter and wish you health and...[mehr]
I would like to send you my personal Christmas greetings. With all my heart I wish you days of silence, days of peace and reflection. May all your wishes come true and may all of you be healthy throughout the New Year. Thank...[mehr]
A plecat de pe pământ în data de 27 iunie 2011 dimineaţa, între ora 4 şi 5. A pornit la drum pentru a-şi respecta o promisiune pe care a formulat-o deja pe coperta din spate a cărţii sale "Preotul spinilor":
„Când va veni momentul, totul va fi bine. Voi marca drumul pentru copii. Voi presăra praf de cacao pe Calea Lactee şi voi înveli Luna în staniol. Iar stelele ….“
Aşa cum îl ştim, va formula dacă este cazul o plângere pentru a primi din partea noului său mediu permisiunea necesară, dacă aceasta îi va fi refuzată. Pater Don nu se temea. Cu siguranţă că va avea succes şi îşi va respecta promisiunea!
Pater Don s-a decis să lase lucrarea sa celor care se simt chemaţi să o continue. El a reiterat de fiecare dată că trebuie îndepărtaţi bolovanii presăraţi în calea noastră sub formă de obstacole, iar fiecare trebuie să accepte sarcinile pregătite de Dumnezeu. El a considerat că şi-a îndeplinit sarcina şi ne-a transmis nouă răspunderea de a continua misiunea sa. Aceasta este o responsabilitate care ne onorează, dar ne şi obligă.
Pater Don a salvat sute de oameni, a fost un preot catolic convins, adept al vechii liturghii stricte, dar şi un preot deschis, singurul preot practicant din domeniul ecumenic din România.
Nenumăraţi copii îi datorează instruirea şi o perspectivă în viaţă şi probabil că, prin atitudinea sa umană şi personalitatea sa, a luminat ziua pentru mii de oameni şi le-a uşurat cel puţin temporar sau chiar le-a salvat viaţa.
La fel ca toţi oamenii care fac mult bine, şi pater Don Demidoff a avut duşmani. Din această categorie au făcut parte de regulă oameni care nu l-au cunoscut personal sau îndeaproape, care, pe parcursul existenţei lor triste, nu au fost şi nu sunt în stare să facă bine, ceva pentru comunitatea lui Hristos şi pentru existenţa oamenilor. Aceste suflete chinuite nu vor putea să înţeleagă niciodată ce am pierdut şi motivele pentru care este necesar să transpunem în fapte cuvintele noastre.
Pater Don a lăsat în urmă 12 angajaţi care trebuie să îşi asume pe cont propriu responsabilitatea comună de asigurare a asistenţei şi să se bazeze pe propriile puteri, aceştia având nevoie de ajutorul nostru pentru un nou început. Pater lasă în urmă mulţi oameni care i-au fost apropiaţi. Asemenea propriilor copii. Oameni care se simt acum singuri, la fel de singuri ca atunci când pater Don i-a primit alături de el şi le-a oferit un cămin administrat de el şi de ajutoarele sale timp de peste 20 de ani.
Pater Don lasă în urmă mulţi oameni care nu îi vor simţi lipsa doar ca persoană bună la suflet, ci şi ca o adevărată călăuză în viaţa lor. Lasă în urma lui multe persoane care l-ai ajutat, au oferit donaţii, prieteni, iar în urma sa rămâne şi o bucată din el, care se regăseşte adânc în sufletele noastre.
Lasă în urmă şi doi orfani, ultimii copii care i-au rămas, Alin şi Alexandru, pe care dorea să îi adopte, sens în care demarase demersurile necesare. Alin şi Alexandru depind acum de hotărârea dumneavoastră şi de ceea ce suntem dispuşi să facem împreună pentru un nou început într-o nouă viaţă.
Să nu îl uităm nici pe Sabin, şoferul lui credincios, omul bun la toate, Sabin, ajutorul credincios, care i-a fost mereu lui Pater Don şi l-a însoţit peste tot, chiar dacă a fost vorba despre lupta cu morile de vânt ale birocraţiei din România, cu care Pater Don s-a confruntat neobosit. Sabin, care ar putea scrise cu siguranţă o carte despre evenimentele prin care a trecut şi Sabin care a fost alături de el în cea mai mare parte a timpului. Şi el şi soţia lui au nevoie de ajutorul nostru, al tuturor.
Minodora a fost implicată de la început . Minodora nu a gestionat doar contabilitatea organizaţilor, ci a fost ca o mamă pentru copii şi oameni când Pater Don s-a confruntat cu probleme grave de sănătate, având nevoie de toate puterile sale pentru a-şi păstra viaţa încă neîmplinită.
Pater Don este în continuare alături de noi. Prin gânduri şi lucrurile pe care le-a schimbat în cazul nostru. A făcut mai mult pentru ceilalţi oameni, a făcut mai mult bine decât toţi cei care l-au criticat la un loc. Nu contează că uneori nu a avut dreptate. Bilanţul este pozitiv. Ştim acest lucru şi îl vom păstra astfel în amintire.
Domnul l-a chemat alături de El. Asemenea unei recompense, i-a dăruit o moarte pe care şi-o doresc mulţi dintre noi. Toţi ne temem de sfârşit. Nu însă şi Pater Don. Din contră. Într-un moment de slăbiciune, el a recunoscut însă în faţa mea că se temea de moarte. Credem că a murit repede, în patul său, poate chiar în somn. Şi noi ne-am dori să fim chemaţi în acest mod la El. Dumnezeu i-a oferit acest dar ca o recompensă pentru faptele sale, ferindu-l de singura teamă cu care se confrunta.
Acest lucru demonstrează că Dumnezeu are nevoie în continuare de Pater Don. Zâmbetul de pe buzele lui Pater Don după moarte poate fi interpretat de fiecare după cum doreşte. Eu interpretez acest aspect ca semn al recunoştinţei pentru mântuirea uşoară de care a avut parte şi ca dovadă a bucuriei pentru că va putea transpune în cele din urmă ultima sa promisiune pentru copiii din Cincu.
„… le voi transforma în lumânări minunate care ard veşnic, iar vitaminele din spanac le voi transforma în îngheţată. O zână de pe Venus va presăra confeti dulci peste Cincu, iar eu îi voi aştepta în ceruri pe copiii mei.“
Pater Don Demidoff a mai spus:
Întreaga mea viaţă din România le aparţine copiilor abandonaţi, deţinuţilor şi ţiganilor. A dărui celorlalţi reprezintă o experienţă unică pentru că aceasta oferă bucuria de a uita de sine. Acesta este şi motivul pentru care vreau să uit de mine, din egoism. Vreau să fiu fericit.
Pater Don a renunţat la viaţa lui pentru voi, a fost fericit alături de voi şi a rămas la fel şi în prezent. Moartea nu vine niciodată la momentul potrivit. Pater Don a petrecut ultimele zile cu prieteni din Germania. Un alt prieten l-a vizitat câteva zile. Nu a fost niciodată singur. El nu v-a lăsat singuri. Nu suntem singuri. Mereu va exista cineva care va fi alături de noi în orice împrejurare. Isus Hristos care a murit pe cruce pentru noi.
Sunteţi chemaţi să continuaţi această operă şi să duceţi mai departe acţiunile lui Pater Don. Conştientizaţi răspunderea care vă revine, dar şi vinovăţia dumneavoastră faţă de el şi faţă de Fiul Domnului, Isus Hristos, care v-au oferit harul de a face parte din opera divină pe pământ. Continuaţi opera şi transformaţi-o în opera dumneavoastră. Vă rugăm să rămâneţi sau să deveniţi parte a întregului.
Walter Born, Bistrita
După un serviciu divin ecumenic în bazilică, organizat joi, 30 iunie 2011, la ora 13.00, va avea loc înmormântarea în cimitirul din Iacobeni.
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Vivat! Basilika Iacobeni din siecol si centru social Casa Don Bosco Le adresăm tuturor prietenilor şi cititorilor newsletter-ului salutări cordiale cu ocazia Anului Nou şi le dorim...[mehr]
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Kinder, die nicht geliebt werden, werden Erwachsene, die nicht lieben.
Liebe Freunde meines Newsletters im Internet,
wie soll ich wiederum das Herzblättchen, meinen Bettelbrief im Herbst 2010 beginnen?
Nachdem unsere Kinder, die ehemaligen Straßenkinder, nach 20 Jahren der Existenz des Casa Don Bosco erwachsen wurden, hatte ich mir eingebildet, nun mit Eintritt ins Rentenalter ein wenig kürzer treten zu können. Doch die Aufgaben und Sorgen sind größer denn je. Denn auch die Nationale Verwaltung des rumänischen Gefängniswesens hat mich gebeten, weiterhin ehrenamtlich den Gefangenen in den rumänischen Gefängnissen religiöse Assistenz zu geben und ihnen bei der Re-Integration zu helfen.
Die Sozialstation eines deutschen Strassenpriesters, der nach der Revolution im Jahr 1990 nach Rumänien kam …
Bitte helfen Sie schnell!
Spenden-Quittung steuerabzugsfähig
Unsere Sozialstation für die Zigeunerkinder wird nunmehr überrannt. Die Zigeunerkinder hungern und leiden. Wöchentlich bringen wir den Kindern in den Dörfern Iacobeni, Movile, Netus, Stejeris und Noistad mehr als 200 Brote und andere Lebensmittel (Margarine, Öl etc.) Jetzt zum Schulbeginn haben wir sie mit Schulranzen ausgestattet, damit sie keinen Grund haben, nicht zur Schule zu gehen. Denn wenn sie nicht zur Schule gehen, ist die Erfahrung real, dass sie für ihr weiteres Leben keine Chance einer Integration haben und in ihrem Elend verbleiben und wiederum die nächste Generation genauso dahinvegetiert. Zur Fußballweltmeisterschaft haben wir jedem Kind einen Ball geschenkt. Viele hielten das erste Mal in ihrem Leben einen Ball in ihren Händen und ich sah in ihren Augen ein Leuchten, wie ich es nie wahrnehmen konnte. Wie sollte ich diesen Kindern sagen: „Ich gehe jetzt in Rente“. Mit der Ärztin unserer Stiftung, Dr. Cecilia Roman, gehen wir in die Elendshütten und versorgen diese Kinder so gut wir können, denn sie haben nicht einmal die Möglichkeit aus den Dörfern zu uns in die Arztpraxis unserer Sozialstation Don Bosco zu kommen.
Der deutsche Chefarzt und Internist, Prof. Dr. Konermann, hat die Sozialstation von Pater Don besucht und ihn in die Elendshütten begleitet: “Er diagnostiziert: Die Kinder haben Würmer, selbst in Mund und Nase…“
Wie soll ich all ihren Bitten und Wünschen gerecht werden, wie? Rumänien ist nun Europa, aber sie leben in Verschlägen, in denen in Deutschland und der Schweiz nicht einmal Tiere dahinvegetieren müssen. Sie leben mit 10 und mehr Personen in diesen Verschlägen mit einem einzigen Raum, auf Lehmfussböden.
Die Sozialleistungen wurden ihnen jetzt in der Krise gestrichen, sodass unser Brot jetzt Goldwert hat. Sie können sich und ihre Kleidung nicht waschen und haben noch nie eine Zahnbürste gesehen. Brüssel kennt die Situation sehr gut. Frankreich hat 8.000 bettelnde Zigeuner jetzt ausgewiesen. Italien praktiziert das schon länger. Was können die Zigeunerkinder dafür? Die Milliarden Euro von Brüssel für Rumänien aber versickern nach wie vor in den Taschen der Korruption. Meine Bilder sprechen für sich. Ich bin wütend und ohnmächtig zugleich. Sie helfen mir nun seit 20 Jahren, damit ich helfen kann. Bitte bleiben Sie treu. Wenn auch wir uns abwenden, zerstören wir den letzten Tropfen der Hoffnung und ich werde noch mehr von ihnen in den Gefängnissen aufsuchen müssen.
Danke, dass es Sie gibt. Ihr Name steht ganz sicher im Buch des Lebens.
Ihr dankbarer
Pater Don Demidoff ICCC
Gründer und Vorsitzender der Stiftung Sf.Don Bosco und der „Liga für Moralische Wiedergeburt“
die von vier Ministerien genehmigt wurde
Herbst 2010 Sozialstation Don Bosco
Wir brauchen dringend Ihre Hilfe, damit es weitergeht.

Von jedem, der diesen Notruf liest, also auch von Ihnen, bitte
wenigstens einen kleinen Obulus
sonst schaffen wir es nicht!
Und das wäre eine große Freude für die NEO-Kommunisten

Herrn Pater Don Domidoff ICCC — Vorsitzender der Liga für Moralische Wiedergeburt
Sehr geehrter Herr Don Demidoff ICCC.
Die Nationale Verwaltung der Strafanstalten schätzt die Bemühungen der Liga für Moralische Wiedergeburt in den Haftanstalten und beabsichtigt, die Partnerschaft durch Unterzeichnung eines neuen Zusammenarbeitprotokolls fortzusetzen.
In Zusammenhang mit Ihrem Tätigkeitsbericht bedanken wir uns bei Ihnen für die ständigen Bemühungen und die Schnelligkeit Ihrer Dienste zugunsten der Häftlinge und versprechen Ihnen, dass die Angaben, die Sie der Zentrale über die konkreten Bedingungen bei Gewährung des moralischen und religiösen Beistands in den Haftanstalten mitgeteilt haben, analysiert wurden und als Basis für die Behebung der festgestellten Mängel dienen.
Hochachtungsvoll,
Für den Haftanstaltenquästor Dr. Ioan Bala,
Generaldirektor der Nationalen Verwaltung der Strafanstalten
Liebe Freunde,
bitte lesen Sie das Schreiben der Nationalen Behörde für das rumänische Gefängniswesen. Obwohl ich den rumänischen Staat wegen Folter beim Europäischen Gerichtshof in Straßburg angeklagt habe, bitten sie mich, meine Tätigkeit der Begleitung der Gefangenen in 40 rumänischen Gefängnissen fortzusetzen. Wie sollte ich mich dem entziehen, wenn dadurch meine Position beim Gerichtshof in Straßburg sehr geschwächt würde und ich nicht mehr authentisch berichten könnte.
Aus meinem Heim, dem Casa Don Bosco, sind in den vergangenen 20 Jahren von 300 Kindern Gottseidank nur zwei Kinder in Gefängnissen gelandet. Aus den Staatsheimen aber befindet sich eine nicht gezählte Zahl in den Gefängnissen. Sie wurden roh erzogen, bekamen keine Zuwendung, schon gar keine Liebe. Der schreckliche
Teufelskreislauf....
Die Arbeit ist ehrenamtlich. Allein die Benzinkosten zu 40 Gefängnissen kann ich mir nicht leisten. Aber auch die Hilferufe der Gefangenen (und es werden immer mehr) und ihre Bitten um minimale materielle Hilfe übersteigen meine Möglichkeiten seit langem. Wie aber kann ich ihnen Hoffnung bringen, wie kann ich von der Idee Gottes sprechen, wie kann ich Vergebung versprechen…?
Ein Zigeuner, der für seine hungernden Kinder einen Sack Kartoffeln und ein Huhn gestohlen hat, erhält 7 Jahre menschenunwürdige tierische Haft. Die Bonzen der Mafia in der Regierung, die Milliarden Euro stehlen, verlassen das Gefängnis aber spätestens nach drei Tagen. Es sind die Eier-Diebe, die für geringfügige Eigentumsdelikte viel zu hohe Strafen bekommen haben, eine Praxis, die noch aus der Zeit der Ceausescu-Diktatur stammt. Die meisten sehen ihre Familien nicht wieder, weil die nicht einmal das Geld haben, ihre Männer oder Väter zu besuchen. Soweit ich kann, bringe ich den Gefangenen Medikamente und Hygieneartikel (Seife, Zahnp asta) mit und fahre zu deren Familien, um Kontakte zwischen ihnen zu halten und wenigstens einige Familien bzw. Beziehungen zu retten.
Die Gefangenen vegetieren in dreckigen und mehr als überfüllten Zellen. Ich berichte das, was ich selbst ständig sehe. Zwischen 10 und 40 Betten in einer Zelle, mit Dreifachstock-Betten. 100 Gefangene müssen sich eine solche Zelle und die Betten teilen. Sie rauchen ständig, an den Wänden hängen Bilder nackter Frauen und das Bild der Mutter Gottes. Geheizt wird im Winter nur morgens und abends, maximal zwei Stunden. Warmes Wasser gibt es nur einmal wöchentlich an einem Abend.
Aus dem Wasserhahn kommt dreckiges Wasser, in dem kleine Kaulquappen schwimmen. Im westlichen Europa bekommen Haustiere ein bessere Unterkunft. Sie sagen es mir immer wieder, sie müssen büssen und leiden, für das was sie verbrochen haben. Aber warum muss der Rest unseres Lebens jetzt zerstört werden. Das Wort von der Re-Integration ist ein Fremdwort in Rumänien.
Hofgang an der frischen Luft ist nur einmal täglich für eine Stunde. Die einzige Abwechslung. Der Hof ist ein riesiger Käfig mit vergittertem Dach, 30 mal 10 Meter, in dem sie wie Tiere hin und her laufen.
Die Aufseher raten mir immer wieder, keine Sympathie den Gefangenen zu zeigen. Viele werden mir zum Beichtgespräch in Handschellen vorgeführt. Ich verlange, ihnen die Handschellen abzunehmen. Sie sind gefährlich, sagen mir die Aufseher. Wie aber soll ich ihnen von der Liebe Gottes berichten, wenn ich Angst vor ihnen hätte. Die Beichte wird durch ein Fensterchen in der Tür vom Aufseher beobachtet. Oft werde ich gestört: „Sind Sie noch nicht fertig?“.
Rumänische Gefängnisse sind Orte des Wegschließens, Orte des Dahinvegetierens. Re-Integration ist ein Fremdwort. Wie aber sollen diese Menschen irgendwann ein neues Leben beginnen, wenn Sie im Gefängnis nur Hass und Rache lernen.
Meine Anwältin Aneta Vovca (seit 16 Jahren) und gute Freunde raten mir, nicht mehr in die Gefängnisse zu gehen. „Mit Deinen Anklagen hast Du Dich zum Feind der Obrigkeit gemacht“, sagen sie, „es wird Dir dort etwas zustoßen, nicht durch die Gefangenen, sondern durch die, die Du anklagst.
Ich gehe weiter ohne Furcht in die Gefängnisse. Wenn ich Angst hätte, könnte ich keine Hoffnung bringen und das Wort Gottes schon gar nicht. Bitte helfen Sie mir aber dabei, dass ich außer Hoffnung auch noch das ein oder andere materielle Zeichen meinen Gefangenen mitbringen kann.
Wollen wir nicht verzeihen? Manch einer der Kriminellen hat nach einem Beichtgespräch bei mir, sein Opfer in einem bewegenden Brief um Verzeihung gebeten. Bitte helfen Sie, damit ich helfen kann. Ich sende Ihnen meinen unwürdigen Segen aus den tierischen Zellen der Häftlinge und den verkommenen Verschlägen der leidenden Zigeunerkinder. Sind diese Kinder dazu verurteilt, ihren Vätern eines Tages in die Zellen der Verdammten zu folgen?
Sie wurden nicht gefragt, so geboren zu werden.
Ohne Ihre Hilfe muss ich aufgeben.
Das beste Werk, daß wir in der Welt tun können, ist das Hinführen verlorener Seelen zu Gott.
Don Bosco





