Pater Don Demidoff ICCC


Sehr geehrter Herr Dr. Giebenrath,

wie vereinbart, habe ich alle Infos zu Ihrem Mandanten von meiner
Internetseite genommen.

Ich verzichte in Absprache mit meinem Anwalt auch auf ein
Hauptsacheverfahren und bitte Sie hier keine weitere Klage zu stellen.

Setzen Sie sich hier mit meinem Anwalt in Verbindung.

Begründung:

Vor allem die katholische Kirche und "Sektenbeauftagte" liegen mir wegen
Ihres Mandanten schon seit Jahren in den Ohren. Die gleichen Herrschaften
jedoch sind zu feige, selbst zu handeln, wenn Sie der Meinung sind, Ihr
Mandant und seine Organisation sei nicht in Ordnung.

Als es um Beweise und weitere Unterlagen ging, ließen sie mich im Regen
stehen. Sämtliche Beweise musste ich mir mühevoll über andere Kanäle selbst
beschaffen.

Ich bin nicht bereit, mich für die Kirche verheizen zu lassen, während diese
Herrschaften immer wieder arglose Leute für ihre Zwecke einsetzen. Dies ist
mir jetzt ziemlich klar geworden.
Wenn sie gegen Ihren Mandanten etwas haben, dann sollen sie selbst etwas
unternehmen und nicht arglose Bürger in die Sache hineinziehen.

Ein genauerer Blick auf meine Internetseite wird Ihnen zeigen, dass ich mich
auch sehr scharf mit den "Schandtaten" der Kirchen auseinandersetze. Ich
wirkte am Buch "Schläge im Namen des Herrn" vom Spiegel mit, in dem wir
zahlreiche Berichte davon bringen, welch grausamen Leidensweg besonders
Heimkinder beider großen Kirchen zwischen 1945 bis 1980 zu erleiden hatten.
Auch der berühmte und perverse "Paul Schäfer", der später die Colonia
Dignidad in Chile gründete und ein Folterlager aufbaute, sich an zahlreichen
Kindern verging, begann seine perverse Karriere bei der evangelischen
Kirche. Da sie zahlreiche sexuelle Übergriffe des Paul Schäfer in zwei
evang. kirchlichen Einrichtungen vertuschten, war es möglich, dass dieser
nach Chile flüchten konnte, um seine perversen Neigungen an Kinder
auszulassen.

Mit Hilfe des dortigen Geheimdienstes errichtete er ein Folterlager, bei dem
mehrere hundert unschuldige Menschen zu Tode kamen.
Die evangelische Kirche kannte Paul Schäfer, wusste, was dies für ein
perverses Schwein ist und schaute über Jahre zu, statt den Behörden
tatkräftig zu helfen, diesen Mann hinter Gitter zu bringen.
Beide großen Kirchen haben besonders an Kindern schlimme Verbrechen
begangen.

Natürlich schweigen darüber die gut bezahlten "Sektenbeauftragten" und gehen
lieber auf andere los, um von ihrer unrühmlichen Geschichte abzulenken.

Genau diese Schandtaten die gerne verschwiegen werden, möchte ich meinen
Lesern auf der Internetseite aufzeigen. Ich werde meine Kritik an den
Kirchen weiter führen, da sie auch im Falle Ihres Mandanten wieder auf
andere Einrichtungen wettert um von eigenen üblen Dingen abzulenken.
Ich trat bereits 1974 aus der kath. Kirche aus und bereue es bis heute
nicht. Werde nach all den Erfahrungen in keine andere Kirche eintreten.

So hoffe ich, dass Sie und Ihr Mandant mich etwas besser versteht.

mfg

Robert Schlittenbauer

PS. Sollten Sie noch Berichte oder sonstige Dinge finden, die versehentlich
noch nicht gelöscht wurden, so lassen Sie es mich bitte wissen, ich werde
dann umgehend die Sache in Ordnung bringen.

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